Stadtgeschichte

Zeitgeschichte am Straßenrand (16)

Vorgartenzaun Wilhelmsaue 31, Ende April 1945Man muß genau hinschauen, um zu sehen, daß mit diesem Vorgartenzaun etwas nicht so ganz stimmt: daß er nach links hin einfacher gestaltet ist als nach rechts. Rechts ist das Original, links eine Folge der deutschen Kriegstüchtigkeit vor achtzig Jahren. Und das kam so:

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Das SS-Führungshauptamt in der Kaiserallee in Berlin-Wilmersdorf

Vor über zwanzig Jahren entdeckte ich in einem Prager Archiv einige Kartons mit Post an eine Adresse in Berlin-Wilmersdorf, Kaiserallee 188. Es waren Befehle, Berichte, Bestellungen – im Krieg. Später versuchte ich das Gebäude zu finden. Es war im Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut worden. Die Kaiserallee wurde 1950 umbenannt in Bundesallee, die Hausnummer

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Zeitgeschichte am Straßenrand (12)

„Ostberlinfahrten“ Barstraße 32, 1981 Diese Aufschrift auf der Ladenscheibe eines Taxiunternehmens stamme von seinen Vorgängern, als sie ihren 1976 gegründeten Betrieb 1981 hierher verlegten, erklärt der heutige Inhaber Ali Bamdad. Dies scheint fast das einzige zu sein, was von dieser Besonderheit des Westberliner Taxibetriebs der Zeit zwischen 1961 und 1989 übriggeblieben ist.

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„Gitler kaput!‟ – Mein Kriegsende vor 80 Jahren

In dieser Zeit wird von Politikern dringend gefordert (und von Journalisten verbreitet und gefördert), wir müßten „kriegstüchtig‟ werden. Durch Grundgesetzänderungen werden für Aufrüstung Sonderschulden ermöglicht, und Zeitungen raten ihren Lesern zur Anlegung von Vorräten an Trinkwasser und haltbarer Nahrung. Helmut Meyer erinnert sich daran, wie er vor 80 Jahren als 10jähriger in der Kamminer Straße

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Ein antirevolutionäres Stadtviertel

Am 22. Januar 2025 hielt Jürgen Karwelat, Mitglied der Berliner Geschichtswerkstatt, in der Villa Oppenheim einen Vortrag über Straßennamen und Straßenumbenennungen in Berlin. Der Titel lautete: „Warum kein Adenauerdamm, aber eine Rudi-Dutschke-Straße? Die Geschichte von Benennungen und Umbenennungen der Berliner Straßen“. In Wilmersdorf ging es u.a. um die folgenden Straßen, deren Namen hier ausführlicher erläutert werden:

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Ein Haus, das nie gebaut wurde

Auf diesem Google-Earth-Foto sieht man das große Grundstück an der Knobelsdorffstraße, auf dem die Autohero GmbH Gebrauchtwagen zum Verkauf anbietet (1). An der Stelle, die auf dem Foto mit der Pfeilspitze markiert ist, wäre vor gut 110 Jahren fast ein schmuckes Wohnhaus entstanden, wenn nicht ….

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Die Birger-Forell-Grundschule

Es ist immer wieder beeindruckend, wieviele baulich hochwertige und ästhetisch anspruchsvolle staatliche Bauten vor dem Ersten Weltkrieg entstanden. Sicher spielte dabei eine Rolle, daß es ausgewiesene Architekten waren, von denen sie stammen. Zu diesen Bauten gehört auch die von Otto Herrnring und Philipp Nitze entworfene Birger-Forell-Grundschule.

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Zeitgeschichte am Straßenrand (9)

„Aufbau Programm“, 1960, Güntzelstraße 51Der Wiederaufbau von Wohnungen kam nach dem Zweiten Weltkrieg in Westberlin äußerst langsam voran. Das änderte sich erst, als ab 1950 nennenswerte Gelder aus dem Marshallplan (European Recovery Program – ERP) flossen. In diesem Jahr wurde das Berliner Aufbauprogramm ausgerufen. Sein Ziel, jährlich 20.000 Wohnungen, wurde allerdings erst ab 1955 erreicht.

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